OB-Wahlkampf
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Social-Media Update

Was hat sich in den letzten vier Wochen auf den Online-Profilen unserer Kandidaten getan?
Vorweg: Ein großer Social-Media Wahlkampf ist es bisher nicht. Insbesondere SPD-Mann Jochen Ott verlässt sich weiterhin auf den traditionellen Wahlkampf, fokussiert auf die traditionellen Wähler.

Instagram

Bewegung in die ganze Sache bringt im Moment vor allem seine Herausforderin Henriette Reker mit ihrem jungen Wahlkampfteam. Jochen Ott hat offenkundig keine Social-Media Strategie und kann deswegen nur auf die gegnerische Initiative reagieren. Reker hat ihren Instagram Account in den letzten vier Wochen mit Fotos bestückt. Die Einblicke in ihr Wahlkampfleben überzeugten bisher 86 Abonnenten.

Seit ein paar Tagen ist auch Jochen Ott bei Instagram. Er verbucht derzeit 8 Abonnenten und versucht hier den Hashtag #jochenott (Kreativität 4-) zu etablieren (Warum nicht #ottob #obchen?). Die teils wirre Aneinanderreihung von Hashtags unter seinen Insta-Fotos funktioniert nicht.

Beispiel:

Ott verzichtet komplett auf Beschreibungen oder Statements zum Foto. Stattdessen pflastert er die Bildunterschrift mit Hashtags zu. Der Post wirkt überladen und gierig nach „Gefällt-mir-Angaben“. Man gönnt Jochen Ott diesen Urlaub mit seiner Familie und eine Erholung vor dem heißen Straßenwahlkampf. Gleichzeitig schwingt das Gefühl mit, Ott könne denken, er habe die Wahl schon gewonnen. Ein Programm hat er immer noch nicht.

Auch Marcel Hövelmann ist seit Neuestem auf Instagram unterwegs. Er hält sich aktuell noch bedeckt und lässt sich offensichtlich noch etwas Zeit.

Facebook

  • Mark Benecke hat mittlerweile die 100.000er Marke geknackt. Seine Beiträge sind jedoch weiterhin nicht lokal genug für einen ambitionierten OB-Wahlkampf.
  • Jochen Ott startete am 20. Juni mit 4121 Followern und konnte seitdem 201 neue Fans gewinnen.
  • Henriette Reker erreicht in der gleichen Zeit 363 neue Follower und kommt jetzt auf 2799. Augenscheinlich investiert Reker zurzeit einen Teil ihres Wahlkampfbudgets in eine höhere FB-Reichweite. Mit „gesponserten“ Posts versucht sie, ihre Sichtbarkeit zu verbessern.

  • Kostenpflichtige gesponserte Posts sind im 100€-Wahlkmapfbudget von Marcel Hövelmann nicht drin. Obwohl er bei Facebook sehr aktiv ist, hat er nur 285 Fans.

Über Hendrik Rottmann von der AfD habe ich bisher vermieden zu schreiben. Aus Gründen. Er hat 1.253 Facebook-Fans und 63 Twitter-Follower.

Jochen Ott ist immer noch nicht zurück bei Twitter, während Reker in der Zwischenzeit 64 neue Follower verbucht.

Fazit: Die Möglichkeiten des Web.supermodern sind noch längst nicht ausgeschöpft. Ich finde es auffällig, dass YouTube bisher keine Rolle im Wahlkampf spielt. Köln ist YouTube-Hauptstadt. Die medialen Wellen des Merkel-Interviews mit LeFloid rollen immer noch. Wenn, dann können wir auf diesem Kanal nur etwas von Rekers Team erwarten. Auf kreativ-selbstironische, einmalige Symbole mit Wiedererkennungswert, wie sie vor ein paar Jahren im OB-Wahlkampf von Reykjavík viral gingen, können wir nicht mehr hoffen.

Jón Gnarr, der damalige Bürgermeister von Reykjavik demonstrierte als Drag Queen auf dem dortigen Christopher Street Day.

2 Kommentare

  1. Marcel Hövelmann sagt

    Zur Info – mein Instagram-Account ist wieder deaktiviert. Keine ausreichende Zeit um dies sinnvoll zu pflegen.

    Gruß Marcel Hövelmann

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