Henriette Reker
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#obreker bei Twitter und Instagram

Auf ihrer Homepage verweist Reker momentan nur auf ihre Facebook-Seite. Wenngleich sie und ihr Team seit dem 15. April als @HenrietteReker 81 mal getwittert haben und bisher 239 Follower an sich binden konnten. Die bloße Anzahl an Followern ist allerdings nur eine Variable in der Berechnung des Reichweiten-Faktors. Wichtig sind vor allem qualitative Multiplikatoren. Weil sie als parteilose Kandidatin von Grünen, CDU und der FDP unterstützt wird, hat Reker auch in diesen Lagern Meinungsführer zu ihren Gunsten.

Außerdem zählen bereits jetzt wichtige NRW- und Kölner Journalisten zu ihren Followern: etwa Tobias Peter (@hand_aufs_hirn, 536 Follower), Politikredakteur beim Kölner Stadtanzeiger, Peter Poensgen (@peterpoensgen, 1.017 Follower), BILD-NRW Landespolitik-Redakteur und das ZDF-Studio NRW (@zdrnrw, 2.440 Follower).

Als einzige unter den Kandidaten hat sie einen eigenen Hashtag (#obreker).

Die Sozialdezernentin ist bisher nicht auf YouTube unterwegs. Dabei wäre es sicher lohnenswert, wenn sie die aufwendig organisierten „Stadtgespräche“ auf dem Videoportal archiviert. Das bedeutete einen Mehraufwand für ihr Social-Media Team, das, wie es scheint, mit einem anderen sozialen Netzwerk experimentiert. Als einzige Kandidatin ist Reker bei Instagram. Bisher allerdings ohne Fotos.
Alles in allem hat Reker in ihrer kurzen Zeit als OB-Kandidatin und Social Media-Wahlkämpferin schon einiges richtig gemacht. Sie und ihr Team sollten sich noch mehr trauen und den Dialog mit denjenigen Bürgern aufnehmen, die nicht beim Kulturfest oder Podiumsdiskussion anzutreffen sind.

4 Kommentare

  1. Jackomo Leopardy sagt

    Diese Kandidatin hat schon meine Stimme bekommen,
    weil ich unabhängige Frauen als Alternative unbedingt
    unterstützen möchte. Frau Reker ist zwar nicht jugendlich,
    hoffentlich aber lernfähig und vorwärts orientiert.

  2. Freiberufler (noch im Prekariat) sagt

    Zunächst möchte ich ausführen, dass ich nicht unparteiisch bin. Meine Partei unterstützt offiziell Frau Reker.

    Gestern habe ich sie auf einer Podiumsdiskussion im Rautenstrauch-Joest-Museum das erste Mal persönlich kennengelernt. Mein subjektiver Eindruck über Frau Reker als Person: Frau Reker ist voll und ganz Bürokratin. Auf der Podiumsdiskussion wurde aber angesprochen, dass es für Existenzgründer, die Handel mit Afrika treiben wollen, unglaubliche Probleme seitens der Verwaltung gibt. Frau Reker reklamiert für sich, dass sie Representantin der Verwaltung ist. Und hier will sie für die Nöte der Freiberufler und Kleingewerbetreibenden alles mit der Bundesansalt für Arbeit lösen? Ist in ihrem Kopf jemand mit schwarzer Hautfarbe latent ein mittelloser Migrant, der „beschult“ werden muss? Sie verkennt, dass es auch in Afrika hervorragende Schulbildung gibt. Die Anwesenden hatten von latenten Repressalien innerhalb der Verwalung berichtet. Frau Reker hat dann Gelder für soziale Projekte angeboten. Die Anwesenden waren Geschäftsleute, denen es einfach schon reichen würde, wenn es in der Verwaltung einfach keine latente Bösgläubigkeit – auch seitens des Ordnungsamtes und der Gewerbeaufsicht geben würde. Ein Architekt berichtete, dass ihm schon Schwarzarbeit unterstellt wurde, weil er schwarz ist. Tja, als Freiberufler hat er kein Gewerbe angemeldet, sondern hat nur eine Steuernummer. Diese Alltagssorgen waren Frau Reker mehr als Peinlich. Vor allen Dingen, da sie sich als Representantin der Stadt vorgestellt hatte. Mir kam es so vor, als sähe sie Leute mit dunkler Hautfarbe vor allen Dingen als „zu beschulende“ innerhalb ihrer sozialen Projekte an. Sie sagte dem Migraionsrat: „Melden sie doch einfach ihren Bedarf an. Ich überweise Ihnen das Geld.“ Mein Fazit: Frau Reker ist Teil des Systems. Nach Gödel, kann Sie als Entität des Systems „Stadt Köln“ das System nicht verstehen. Sie kann keine eigenen Antworten liefern und wagt es nicht selber zu denken. Es kam mir so vor, als gerate sie auf Grund der Fehleinschätzung der Zielgruppe derart in’s Schwimmen, dass sie am Liebsten den Oberbürgermeister angerufen hätte, um zu fragen, wie sie sich entscheiden solle. Frau Reker hat nicht aus wahlkampftaktischen Gründen kein Profil. Sie hat wirklich keine Antworten und kann diese auch nicht selber liefern. Ihr fehlt möglicherweise ein Wertesystem als Basis auf dem sie stehen kann. Sei es ein christliches Weltbild, sei es die Tradition der Arbeiterbewegung, sei es der Liberalismus, seien es einfach die Gespräche mit Bürgern vor Ort. Sie verteilt an jede Lobby-Gruppe Versprechen über Geldgeschenke! Hier war es der Migrationsrat. Anschließend wird sie sich rausreden, dass die Stadt unter Haushaltsaufsicht gestellt worden wäre. Auch brachte Sie zum Ausdruck, dass sie anders handeln und reden kann, wenn sie „die Episode des Wahlkampfes“ hinter sich gelassen hat. Für mich zeigt das schon eine unglaubliche Abgebrühtheit, in der sie die Demokratie als Übel ansieht. Sie ist nicht nur Parteilos. Sie ist Demokratielos!

    Ich will nicht von Pfefferspray sprühenden schwarz-grauen Ordnungsamts-Sherrifs, die sich als Polizei ausgeben, und uns von öffenlichen Plätzen vertreiben schreiben. Oder dass das Steuer und Kassenamt in „Amtshilfe“ für die IHK fremde Wohnungen aufbricht, weil sie einen „Fehler“ in der Datenbank haben und „mal schauen wollen“ sprechen. Oder über die reichen Lobbyisten, die neben der Kontrolle über die Türen der Szenekneipen, auch noch das Hausrecht über den Gehweg erkaufen, grübeln.
    Ich mutmaße: Frau Reker will Bürgermeisterin werden, da die Menschen in der Stadt ihr ein Dorn im Auge sind; Mit Frau Reker werden wir eine Diktatorin (!) für die Lobbygruppen in Köln bekommen, wie wir es noch nicht erlebt haben. Sie ist eine sehr, sehr ernste Gefahr für uns zu entmündigende Bürger! Bitte wählt sie nicht, wir werden dann alle von der Sozialhilfe leben, die Frau Reker an uns verteilen lässt. Wenn Frau Reker gewählt werden sollte, dann prägt euch diese Nummer sehr gut ein: 0221 2066457 ! Ihr werdet sie dann brauchen. Herrn Ott werde ich mir auch noch anschauen. Aber grundsätzlich finde ich das Flair der Stadt, so wie es ist, richtig gut: Weltoffen, viele junge Leute auf den Wiesen, eine Freitreppe am Rhein. Das darf sich nicht ändern. Dafür liebe ich die Stadt. Das macht sie lebenswert. Auch die vielen kleinen Initiativen sind wunderbar. Und so schlecht sind wir mit der Sozialdemokratie doch gar nicht gefahren, oder? Ein Kommentar zu Herrn Ott wird folgen.

    Mein Name ist ein Geheimnis, da ich von der Parteilinie abweiche.

    • Helena sagt

      Finde einiges an Ihrem Text denkwürdig. Besonders aber Ihre Formulierung „Diktatorin“. So weit ich weiß findet am 13.09. eine freie und geheime Wahl statt.

      • Dito sagt

        Das Problem ist wohl, dass sie gesagt hat, dass der Rat schon das durchwinken wird, was sie als Vorlage einbringt. Aus ihrer Sicht wird der Rat schon das machen, was sie ihm diktiert. Antidemokratische Äußerungen sind von zwei Buergern (einer von der SPD) kritisiert worden. Sie hat das subjektive Gefuehl hinterlassen, dass sie sich um das Amt der Herrscherin in Köln bewirbt. Es fehlte irgendwie die demokratische Demut vor dem Waehler. Wer Komunalpolitik macht, der merkt schnell, dass die Verwaltung gerade den Bezirksvertretern ihre Ohnmacht vor Augen führt. Und am Wahlstand ist man dann Blitzableiter bei den Nachbarn, wenn sich die Verwaltung mal wieder verselbstständigt hat. Frau Reker machte in einer Nebenbemerkung deutlich, dass ihr die Wahl lästig ist. Ja, wir haben am 13. freie und demokratische Wahlen. Zum Glück. Aber danach wird sie abheben, da bin ich mir Sicher. Köln als Beute. „Gewählt ist gewählt, das ist das Geile an der Bürokratie.“ Vielleicht bin ich einfach nur noch geschockt von ihrem herablassenden Auftreten. Aber sie ist Teil der Verwaltung, die sich verselbstständigt hat…

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